Letzter Wille

Letzter Wille
Lesen Sie über Ihr Recht

Angelegenheiten wie den letzten Willen sollte man regeln, solange man gesund ist – denn nur dann ist gesichert, dass alles im Krankheits- oder Todesfall respektiert wird.


Daher möchten wir Ihnen hier einen kurzen Überblick über die dafür notwendigen Dokumente geben.

   

Letzter Wille

Testament

Sie bestimmen in Ihrem Testament, was mit Ihrem Vermögen und Besitz im Todesfall geschehen soll. Es gibt zwei Möglichkeiten, ein rechtskräftiges Testament zu verfassen: Zu nächst möchten wir  das „eigenhändige Testament“ erwähnen. Es muss vom Testierenden handschriftlich auf Papier niedergeschrieben werden, sollte Datum und Ort  beinhalten und muss Ihre persönliche Unterschrift mit vollem Vor- und Nachnamen tragen. Die Alternative zum „eigenhändigen Testament“ ist das „notarielle Testament“, das von einem Notar beurkundet werden muss. Sie können Sie Ihr Testament  selbstverständlich jederzeit widerrufen. 
    Erbrecht

Falls Sie nicht durch das Testament Ihre Erben bestimmt haben, legt der Gesetzgeber eine Erbenreihenfolge fest: Erben erster Ordnung sind Kinder, Ehepartner und Enkel. In einer Zugewinngemeinschaft erbt der Ehepartner mindestens die Hälfte. Die andere Hälfte wird unter den ehelichen, nicht ehelichen und adoptierten Kindern bzw., falls diese nicht mehr leben, unter deren Kindern zu jeweils gleichen Teilen aufgeteilt. Als  Erben zweiter Ordnung gelten Eltern, Geschwister und deren Kinder. Sie erben nur dann, wenn es keine direkten Nachkommen des Erblassers gibt. Sollte es auch keine Erben zweiter Ordnung geben, geht das Vermögen an die Erben dritter Ordnung - die Großeltern, Onkel, Tanten, Cousins und Cousinen.
       
Vorsorgevollmacht

Sie können eine Person Ihres Vertrauens mit einer Vorsorgevollmacht beauftragen. Das bedeutet,  das diese Person stellvertretend für Sie sämtliche oder einzelne festgelegte Entscheidungen zu treffen und Verträge abzuschließen oder zu kündigen, wenn Sie dazu nicht mehr in der Lage sind. Für bestimmte Geschäfte, zum Beispiel Grundstücksgeschäfte, ist eine notarielle Vorsorgevollmacht notwendig, für andere Vermögensgeschäfte, wie Bankgeschäfte aller Art, zumindest eine schriftliche Vollmacht. Eine Vorsorgevollmacht immer mit einer Patientenverfügung kombiniert werden, um auch gesundheitliche Standpunkte zu klären.

    Patientenverfügung

Mit einer Patientenverfügung wird dafür Vorgesorgt, dass Sie eines Tages nicht mehr in der Lage sein sollten, Entscheidungen über Ihre medizinische Behandlung selber zu treffen. Sie dient dazu, dem behandelnden Arzt Anhaltspunkte dafür zu geben, welche ärztliche Behandlung Sie unter welchen Bedingungen wünschen oder nicht möchten. Eine Patientenverfügung kann mit einer notariellen Vorsorgevollmacht verbunden, aber auch privatschriftlich erstellt werden.
       
Vorsorgevertrag

In einem Vorsorgevertrag können Sie von der viele individuelle Details für Ihre Bestattung  fest-halten. Dazu gehören unter andrem Sarg- oder Urnenmodell oder der Ablauf der Trauerfeier.  Ihre Angehörigen müssen  Kenntnis haben, von diesem Vertrag! Mit einem Vorsorgevertrag  können Sie Ihre Angehörigen entlasten.  Und das nicht nur emotional. Er bietet Ihrer Familie auch finanzielle Absicherung.  Sie  können ihn mit einer Einmalzahlung auf ein Treuhandkonto oder einer regelmäßigen oder einmaligen Zahlung in eine Sterbegeldversicherung kombinieren. In einem persönlichen Gespräch, auch gerne vor Ort,  informieren wir Sie näher über dieses Thema. Sie können  uns auch  einfach Ihre Wünsche in unserem Vorsorgeformular senden.
    Haftungsausschluss

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass Sie auf unserer Homepage lediglich allgemeine Informationen finden. Diese Informationen können weder eine Rechtsberatung ersetzen noch berücksichtigen sie besonderen Gegebenheiten verschiedener Einzelfälle. Für eine Rechtsberatung wenden Sie sich bitte an einen Rechtsanwalt.